Laufende Projekte

Derzeit setzen wir unseren Forschungsansatz bei folgenden Forschungsprojekten um:

  1. Impact!
  2. Feed-UB
  3. Begleitforschung Schulinspektion/Schulvisitation
  4. Datengestützte Unterrichtsentwicklung: Rückmeldeformate und Aufgabendatenbank
  5. Wissenstransfer in die Pädagogische Praxis

1. Impact!

Im Rahmen der wissenschaftlichen Studie IMPACT! werden Fragen nach der Wirksamkeit des Einsatzes von Schülerfeedback im Rahmen der zweiten Phase der Lehrerbildung untersucht. Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Universität Twente, Niederlande (Prof. Adrie Visscher) sowie der Universität Lüneburg (Dr. Marcus Pietsch) durchgeführt.

Die Studie untersucht, ob ein digital-formatives Assessment für (angehende) Lehrkräfte zu einer Verbesserung des Unterrichts beitragen kann. Dabei soll auf bestehende, internationale Vorarbeiten zurückgegriffen (Faber, Luyten & Visscher 2017) und ein bereits in den Niederlanden und in England genutztes Assessment-Tool eingesetzt werden (https://www.impactoneducation.co.uk/). Dieses Tool ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, angehenden Lehrkräften via Smartphone, Tablet oder anderer Digital Devices Rückmeldungen zu einzelnen Unterrichtsstunden und zum eigenen Lernen zu geben. Diese Schülerrückmeldungen dienen gleichzeitig als Diskussionsgrundlage der angehenden Lehrkräfte mit einem Coach über die Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts. So können die Coaches aufgrund ihrer Expertise gezielt Hinweise zur Verbesserung des Unterrichts aufzeigen, wenn die Schülerrückmeldungen Entwicklungspotenzial aufzeigen.

 

Teilnahmevoraussetzungen

Für Coaches / Seminarleitungen

  • Teilnahme an einer Schulung
  • mind. Beratung einer angehenden Lehrkraft zu mind. 6 Schülerfeedbacks

Für Coachees / angehende Lehrkräfte

  • Teilnahme an einer Schulung
  • Nutzung der App
  • Durchführung von mind. 6 Schülerfeedbacks im Zeitraum Februar – Juni 2019 im einer Lerngruppe, in der auf Smartphones / Tablets zurückgegriffen werden kann
  • Teilnahme an der wissenschaftlichen Evaluation

Anmeldung bis zum 20.12.2018

Möchten Sie gerne an der Studie teilnehmen? Dann bewerben Sie sich bitte als Coach bzw. als angehende Lehrkraft unter den folgenden Kontaktdaten:

  1. per E-Mail an registrierung@isq-bb.de
  2. per Fax an 030 838 4 58312

unter Angabe folgender Informationen:

  • Name
  • E-Mail-Adresse
  • Funktion: Seminarleitung / angehende Lehrkraft
  • Studienseminar

 

Datenschutzhinweis

Mit dem Übersenden der angegebenen Daten erklären Sie sich darin einverstanden, dass die Daten zum Zwecke der Durchführung des Projektes gespeichert werden. Die Daten werden ausschließlich dazu verwendet, Sie über die Durchführung des Projektes zu informieren.

Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Ihre Daten aus unserer Datenbank löschen zu lassen. Hierfür genügt eine formlose E-Mail an info@isq-bb.de.  Nach Abschluss des Projektes werden ihre personenbezogenen Daten unwiderruflich gelöscht.

Bitte beachten Sie, dass bei der Übersendung per E-mail keine Gewähr für die Sicherheit übermittelter persönlicher Daten von Seiten des Institus für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg e.V. übernommen werden kann.

 

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2. FEED-UB

Beim Projekt FEED-UB handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit dem Arbeitsbereich Schulpä-dagogik/Schulentwicklungsforschung der Freien Universität Berlin. Im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt „Unterrichtsbeurteilung und -feedback durch Schulleitungen. Entwicklung und Evaluation einer Feedbackintervention“ (Kurztitel FEED-UB) wird ein standardisierter Beobachtungsbogen entwickelt und pilotiert.

Mithilfe des standardisierten Beobachtungsbogens können Schulleitungen die Qualität des Unterrichts ihrer Lehrkräfte hinsichtlich der Dimensionen Unterstützung des Wissenserwerbs, Motivierung und Klassenmanagement beurteilen. Im Rahmen einer für diesen Zweck konzipierten Schulung wird ihnen ein umfassendes und grundlegendes Verständnis der den drei Dimensionen zugrundeliegenden Theorien vermittelt und sie werden über häufige Beurteilungsfehler aufgeklärt. Bei der Schulung werden u. a. Unterrichtsvideos diskutiert.

Darüber hinaus beinhaltet die Schulung ein Feedbacktraining, in dem Schulleitungen praxisnahe Kommunikationsstrategien für ein auf die Unterrichtsbeobachtung folgendes Feedbackgespräch kennenlernen. Das Feedbackgespräch wird im Rahmen von Rollenspielen anwendungsorientiert eingeübt.

Die so geschulten Schulleitungen geben ihren Lehrkräften auf Grundlage der standardisierten Beobachtung ein Feedback zu ihrem Unterricht. Gemeinsam mit den Lehrkräften legen sie Ziele fest und besprechen wie diese erreicht werden könnten (z. B. durch neue Lernaktivitäten oder Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen).

Das Projekt FEED-UB trägt zur Personalentwicklung an Schulen bei. Die Wirksamkeit der Feedbackintervention wird an Berliner Oberstufenzentren (OSZ) und Berufsschulen evaluiert.

Nähere Informationen zum Projekte finden Sie hier: http://www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/schulentwicklungsforschung/forschung/DFG/index.html

3. Begleitforschung SI/SV

Seit mehr als zehn Jahren werden in Berlin und Brandenburg Schulinspektionen bzw. -visitationen durchgeführt. In beiden Ländern wurde der zweite Durchgang mittlerweile abgeschlossen. Eine Hauptfunktion der Schulinspektion bzw. -visitation als Instrument der Qualitätssicherung ist, durch ihre Rückmeldungen zur Entwicklung der Brandenburger Schulen beizutragen. Das Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg e.V. (ISQ) wurde durch die Länder Berlin und Brandenburg beauftragt, im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitforschung zu analysieren, ob und wie dies aus Sicht von Schulleitung und Schulaufsicht gelingt.

Ziel der Studie ist es zu analysieren, ob durch die Schulinspektion bzw. Schulvisitation Prozesse ausgelöst wurden, die zur Entwicklung von Schulqualität beigetragen haben. Beleuchtet werden Auswirkungen des Verfahrens auf innerschulische Prozesse ebenso wie auf die Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht. Für die Wirkungsanalyse wird die Befragung der Schulen über die Schulinspektion bzw. -visitation aus dem Jahr 2008/2009 wiederholt und teilweise aktualisiert. Somit trägt die Folgestudie nach zehn Jahren zur Abbildung der Entwicklung der Schulinspektion und Schulvisitation selbst bei. Zu diesem Zweck hat das ISQ eine Befragung entworfen, die sich an alle in der zweiten Runde regulär inspizierten Schulen wendet. Für Brandenburg wurde die Studie um eine Befragung zur aktuellen Visitation an Ganztagsschulen erweitert.

4. Daten­gestützte Unterrichts­entwicklung: Rückmelde­formate und Aufgaben­datenbank

Die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten (VERA) und der zentralen Prüfungsarbeiten sollen datengestützte Impulse zur Unterrichts‐ und Schulentwicklung geben. Ziel verschiedener Projektstränge ist es, diese Prozesse substanziell zu unterstützen:

  • Aufgabenumfelder und Lernumgebungen für VERA‐Testaufgaben: In Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe um Prof. Wollring (Universität Kassel) nutzt das ISQ eine Taxonomie zur Aufgabenvariation, um Lehrkräften in der 3. Klasse Mathematikaufgaben (in elektronischer Form) zur Verfügung zu stellen. Ausgehend von einer VERA‐Testaufgabe werden Aufgabenvariationen erstellt (Aufgabenumfelder). Die Aufgabenumfelder können für die gezielte Förderung spezifischer mathematischer Kompetenzen genutzt werden. Gleichzeitig wird eine Facette der fachdidaktischen Kompetenz von Mathematiklehrkräften gefördert, da das Wissen der Lehrkräfte um die kognitiven Anforderungen von Mathematikaufgaben erweitert wird.
  • Erweiterung der Aufgabendatenbank: Im Rahmen des Berliner Qualitätspaketes für Kita und Schule wurde vom ISQ eine Aufgabendatenbank entwickelt, die Test‐ und Lernaufgaben sowie didaktische Begleitmaterialien enthält. Mit dem ISQ‐Aufgabenbrowser können Lehrkräfte zielgenau Aufgaben suchen, um ihren Unterricht bestmöglich an den Leistungsstand und Förderbedarf in ihren Klassen anzupassen.
  • Anbindung der Aufgabendatenbank an das ISQ‐Portal: Bei der Administration und Auswertung der VERA‐Tests über das ISQ‐Portal (z.B. Berechnung der Rückmeldungen) werden zahlreiche Informationen benötigt (z.B. Aufgabenmerkmale). Mit der technischen Anbindung der Aufgabendatenbank (in der die nötigen Informationen strukturiert vorliegen) an das ISQ‐Portal, werden diese Prozesse effizienter gestaltet.
  • Erweiterte Implementation der Bildungsstandards in Rückmeldesysteme: Die im VERA‐Kontext vom IQB erarbeiteten Materialien zu den KMK‐Bildungsstandards werden (unter Nutzung einer Wiki‐Struktur) systematisch aufbereitet und mit der Aufgabendatenbank und dem ISQ‐Portal verknüpft. Damit können insbesondere die VERA‐Rückmeldungen besser als bisher mit anschlussfähigem fachdidaktischen Wissen verbunden werden.

5. Wissens­transfer in die Pädagogische Praxis

Das ISQ hat mehrere qualitativ hochwertige Werkzeuge für die datengestützte Schul‐ und Unterrichtsentwicklung erarbeitet. Hierzu zählen: die Individual‐, Klassen‐ und Schulrückmeldungen aus VERA, die Schulrückmeldungen im Zuge der Berliner Abschlussprüfungen in Jahrgang 10 und der Abiturprüfung, das Selbstevaluationsportal, das SEP-SCHULE sowie der ISQ‐Aufgabenbrowser. Diese Werkzeuge ergänzen sich wechselseitig und liefern wertvolle Informationen und Impulse zur Qualitätsentwicklung von Bildungsprozessen und –ergebnissen. Das vorliegende Projekt verfolgt drei komplementäre Ziele zum Wissenstransfer dieser Werkzeuge in die Bildungspraxis:

  • Wir machen die ISQ‐Werkzeuge durch Präsentationen vor Lehrkräften, Schulleitungen, aber auch Elternvertretungen sowie der Bildungsadministration, der Schulaufsicht und der Schulinspektion/ Schulvisitation sowie dem Bereitstellen geeigneter Materialien bekannt.
  • Wir entwickeln Workshopkonzepte zur Nutzung dieser Werkzeuge für die datengestützte Schul‐ und Unterrichtsentwicklung. Diese sollen in die Fort‐ und Weiterbildung von Lehrkräften und Schulleitungen bzw. der Schulaufsicht bzw. Schulinspektion oder ‐visitation sowie in die zweite Phase der Lehramtsausbildung integriert werden.
  • Im Zuge der KMK‐Lehrerbildungsoffensive unterstützen wir die Entwicklung und Evaluierung innovativer Seminarkonzepte zur Förderung von Forschungskompetenzen von Lehramtsstudierenden an der Freien Universität Berlin. Eine besondere Rolle spielen hierbei das Selbstevaluationsportal und die Rückmeldungen aus VERA.