Vergleichsarbeiten

In den Grundschulen fanden die Vergleichs- und Orientierungsarbeiten in der Jahrgangsstufe 2 und Jahrgangsstufe 4 im Schuljahr 2006/2007 letztmalig statt und wurden durch die Vergleichsarbeit am Ende der Jahrgangsstufe 3 (VERA 3) ersetzt, an der sich alle Bundesländer beteiligen.
Seit dem Schuljahr 2008/2009 wird VERA 8 in Berlin und Brandenburg verbindlich an allen öffentlichen Schulen mit einer Sekundarstufe I durchgeführt. In welchen Fächern die Vergleichsarbeiten stattfinden, wird jeweils aktuell bekannt gegeben.

Vergleichsarbeiten sollen fachliche und pädagogisch-psychologische Impulse für schulinterne Aktivitäten liefern und die Kooperation innerhalb und zwischen Schulen stärken.

Weiterführende Informationen, insbesondere die Weiterntwicklung der Vergleichsarbeiten betreffend, finden Sie unter folgendem Link:

Vergleichsarbeiten verfolgen unterschiedliche Ziele:

a) Unterrichtsentwicklung

Von Vergleichsarbeiten sollen pädagogische Impulse für die Unterrichtsentwicklung ausgehen, z.B. über die schulinterne Diskussion von Standards, der Unterrichtsgestaltung oder der Beurteilungspraxis.
Vergleichsarbeiten werden weder in Berlin noch in Brandenburg als Klassenarbeiten gewertet; Genaueres in einem Brief der Senatsbildungsverwaltung an die Schulen.

Vergleichsarbeiten lassen sich nutzen zur Diagnose von Aufgaben („Welche Aufgaben sind schwierig, welche Aufgaben sind leicht?“), Personen („Wie erfolgreich sind einzelne Schülerinnen und Schüler? Bei welchen Aufgaben haben bestimmte Schülerinnen oder Schüler Schwierigkeiten?“) und Klassen („Wie wird meine Klasse abschneiden? Wie unterscheiden sich die Klassen innerhalb der Schule im Niveau und in der Leistungsbreite?“).

b) Bestandsaufnahme: Standardsicherung und –entwicklung

Die Vergleichsarbeiten ermöglichen eine Standortbestimmung durch den Vergleich der Ergebnisse von Klassen mit Referenzwerten der gleichen Schulform und mit bundesweiten Ergebnissen.

Anhand des innerschulischen Vergleichs von Parallelklassen lassen sich relative Stärken und Schwächen aufdecken und mögliche Gründe hierfür analysieren.

Wenn Lehrkräfte Teile der Vergleichsarbeiten im Verlauf der folgenden Jahrgangsstufe (also 4 bzw. 9) wiederholen, lässt sich der Erfolg gezielter innerschulischer Fördermaßnahmen überprüfen.

c) Unterstützung der Implementation der Rahmenlehrpläne

Da sich die Aufgaben der Vergleichsarbeiten inhaltlich an den neuen Rahmenlehrplänen orientieren, sind sie zugleich ein Werkzeug, um deren Umsetzung im Unterrichtsalltag zu fördern und zu beschleunigen. Die Aufgaben der Vergleichsarbeiten der Jahrgangsstufe 3 bzw. 8 orientieren sich eng an den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK).

Rechtsgrundlagen der Vergleichsarbeiten

Weitere Informationen und Materialien

Um die Ergebnisse aus den Vergleichsarbeiten systematisch auszuwerten, erhielten die Berliner Grundschulen Ende Januar 2007 von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung einen standardisierten Berichtsbogen, der aufgrund der großen Nachfrage hiermit zum Download zur Verfügung steht. Dieser Bogen kann mehrfach genutzt werden: Als Unterstützung einer schulinternen Auswertung (gewissermaßen als Checkliste zu beachtender Aspekte), als Vorbereitung für Gespräche mit der Schulinspektion oder der Schulaufsicht sowie als Ausgangspunkt für gezielte Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Das Paket besteht aus einem Mantelbogen Schule sowie einem Klassenbogen, jeweils für Deutsch und für Mathematik. Die Dateien werden sowohl im Acrobat-Format als auch im Format Word für Windows angeboten, damit die Schulen die Möglichkeit haben, ggf. die Auswertungsbögen ihren spezifischen Gegebenheiten anzupassen.

Informationen zu einzelnen Vergleichsarbeiten

Vergleichsarbeiten / Orientierungsarbeiten Jahrgangsstufe 2

Vergleichsarbeiten Jahrgangsstufe 3

Vergleichsarbeiten Jahrgangsstufe 4

* Mit der Verkündigung im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin 68 (2012), Nr. 9 vom 19.04.2012, S. 121, wird in § 20 der Grundschulverordnung, Absatz 4, Satz 3 AUFGEHOBEN, der da lautete:
"Die Gesamtkonferenz entscheidet mit einfacher Mehrheit, ob Vergleichsarbeiten als schriftliche Klassenarbeiten gewertet und in diesem Fall auf die Zahl der Klassenarbeiten angerechnet werden."
Damit folgt Berlin - wie alle anderen Länder - der Beschlusslage der 337. Sitzung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) vom 08./09.03.2012 in der "Vereinbarung zur Weiterentwicklung von VERA"
(S. 2), Vergleichsarbeiten NICHT als Klassenarbeiten zu werten.